Angebote von Studierenden

An der Universität Tübingen gib es eine Reihe von Angeboten, die im Rahmen des Welcome-Programms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) „Studierende engagieren sich für Flüchtlinge“ gefördert werden. Einige Angebote der Studierenden sind dauerhaft, andere werden nur einmalig angeboten.

 

  

Buddy-Programm für geflüchtete Menschen

Das Buddy-Programm ist Teil des Refugee-Programms der Universität Tübingen.

      

Mentoren für Flüchtlinge

Um Flüchtlinge, die an einem Studium oder anderen Angeboten der Universität Tübingen interessiert sind, zu unterstützen, werden Tübinger Studierende als Mentor/innen im Rahmen eines Service Learning Kurses ausgebildet. Fachliche Anleitung durch erfahrene Dozent/innen geht dabei Hand in Hand mit der praktischen Umsetzung. Service Learning Seminare verbinden akademisches Lernen mit bürgerschaftlichem Engagement. Das Seminar erfolgt in enger Kooperation mit haupt- und ehrenamtlichen Stellen der Flüchtlingsbetreuung und in enger Abstimmung mit weiteren Angeboten der Universität wie Sprach- und Integrationskursen. Durchgeführt werden die Service Learning Seminare vom Career Service der Universität.

Kontakt:

Career Service
Wilhelmstr. 9
D-72074 Tübingen
Dr. Thomas von Schell
Tel.: +49 7071 29-77138
E-Mail: thomas.schell[at]uni-tuebingen.de

 

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Refugee Law Clinic

Die Refugee Law Clinic „Human Rights Law in Practice" ist eine Initiative der studentischen Rechtsberatung Law&Legal in Kooperation mit der Universität Tübingen, in der Studierende der Rechtswissenschaften ehrenamtlich Rechtsberatung für geflüchtete Menschen anbieten.


Die Refugee Law Clinic bietet eine intensive Einzelvorbereitung für die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Hilfe bei Rechtsfragen wie unter anderem Familiennachzug, Statusfragen, Behördenkontakten oder auch bei der Suche nach geeigneten Anwälten.

Kontakt:

Über das Formular auf der Homepage www.rlc-tuebingen.de

 

E-Mail:  tuebingen[at]lawandlegal.de

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Sprachtandem für Geflüchtete

Seit Ende 2015 besteht an der Abteilung Orient- und Islamwissenschaft das Sprachtandemprojekt für Geflüchtete. Deutschsprachige Studierende mit Interesse am Spracherwerb aus den Herkunftsländern der studierfähigen geflüchteten Personen (zunächst primär Arabisch) werden mit diesen zusammengeführt. Dabei steht die mündliche Aktivierung von Sprachkenntnissen durch interaktiven und gleichgestellten Sprachaustausch im Zentrum. Flüchtlinge können hier ihre Deutschkenntnisse einüben und verbessern, zudem machen sie die Erfahrung, dass ihre eigenen Sprachkenntnisse und ihr regionales Wissen bei den Studierenden hochgeschätzte Kompetenzen sind. Dabei fungieren sie in einer aktiven, gleichwertigen und gleichgestellten Rolle auch als "LehrerInnen" ihrer eigenen Muttersprache. Die Maßnahme zielt auf eine nachhaltige Vernetzung studierfähiger Flüchtlinge und deutschsprachiger Studierender und wird durch eine Reihe strukturierender Maßnahmen begleitet, um einen regelmäßigen Kommunikationsfluss sicherzustellen und über den Sprachaustausch hinaus interkulturelle Aspekte zu vermitteln.

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Arabisch für den medizinischen Bereich – ein interkultureller Dialogleitfaden (AmBiD)

„Arabisch für den medizinischen Bereich – ein interkultureller Dialogleitfaden“ (AmBiD) ist eine Kooperation der Abteilung für Orient- und Islamwissenschaft (Professorin Heidrun Eichner) mit der Ethnologie (Professorin Gabriele Alex) und der Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter (Professor Tobias Renner). Die Kooperation ist im Rahmen des vom DAAD geförderten Programmes „Welcome – Studierende engagieren sich für Flüchtlinge“ entstanden. Das Projekt ist eine Ausweitung des Sprachtandem-Projekts für Geflüchtete an der Abteilung Orient- und Islamwissenschaft.


Das Projekt AmBiD möchte besonders auf die neuen Herausforderungen im Kontext von medizinischen Berufen eingehen und richtet sich daher insbesondere an Studierende der medizinischen Fakultät, steht jedoch allen Personen offen, die im medizinischen Bereich tätig sind oder es werden wollen.


Das Projekt besteht aus zwei Modulen: „Arabisch für den Klinikalltag“ und „Interkulturalität im Klinikalltag“.  Die Module können sowohl zusammen als auch getrennt belegt werden.
 

  • Arabisch für den Klinikalltag
    Für Studierende der medizinischen Fakultät (primär im klinischen Abschnitt) wird ein Arabischkurs angeboten, der sich besonders an berufsspezifischen Interessen und dem Sprachgebrauch der medizinischen Fächer orientiert. Konkret werden den Medizinerinnen und Mediziner grundlegende Arabischkenntnisse praxisnah und interaktiv vermittelt. Dabei werden alle Teilnehmenden von arabischen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern aus dem Umfeld studierfähiger Geflüchteter eng begleitet. In einem wöchentlichen Treffen der einzelnen Tandempartnerinnen und Tandempartner wird das im Arabischkurs Gelernte eingeübt.
     
  • Interkulturalität im Klinikalltag
    Ergänzt wird der Sprachkurs durch ein medizinanthropologisches Blockseminar. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Seminars lernen Gesundheit und Krankheit als biosoziale Phänomene kennen, die sich in Zeit und Ort unterschiedlich konkretisieren. Dabei arbeitet der Kurs folgende Leitfragen ab: Können allgemeine Aussagen zu Krankheitskonzepten und Gesundheitsstrategien von Patienten und Patientinnen aus arabischen Ländern gemacht werden, die sich von den hier bekannten unterscheiden? Mit welchen gesundheitlichen Problemen ist bei Geflüchteten aus diesem Raum zu rechnen? Welche Probleme identifizieren diese selbst in Hinblick auf ihre eigene Gesundheit und die Maßnahmen des deutschen Gesundheitssystems? Anhand medizinethnologischer Literatur und Austausch mit geflüchteten Menschen wird für solche Unterschiede und deren Folgen sensibilisiert.

Rahmenprogramm

In einem auf Austausch und Vernetzung ausgerichteten Rahmenprogramm werden in regelmäßigen Abständen strukturgebende gemeinsame Veranstaltungen organisiert. Bei Tandemstammtischen und Ausflügen (u.a. zu medizinhistorischen Orten in der Umgebung), die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Programms begleitet werden, wird das multikulturelle Gruppen- und Zugehörigkeitsgefühl gestärkt. Ferner wird durch Sprechstundentermine die Qualität des Programms und dessen Nachhaltigkeit gewährleistet.

Kontakt und Anmeldung

Nora Ateia, M.A.
Abteilung für Orient- und Islamwissenschaft
Wilhelmstr. 113, 72074 Tübingen
Raum 103
nora.ateia[at]uni-tuebingen.de
Tel.: +49 7071 29-76705

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